Das Noviziat

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„Das Noviziat – Raum des Anfangens“


Das Noviziat
Das Noviziat
Die folgende Krippenvision Bernhards, wird von Wilhelm von Saint-Thierry im zweiten Kapitel des ersten Buches der Vita erwähnt: Der Knabe Bernhard sei bei der ungewöhnlich langen Weihnachtsmatutin (wohl nicht der der Stiftsherren von Châtillon) auf den Stufen des Altars oder des Chorgestühls vom Schlaf übermannt worden. Im Bild schaut er im Traum das Jesuskind in der Krippe, von Maria, Joseph, zwei Hirten und fünf schwebenden Engeln umringt, nachdem ihm der Schutzengel das innere Auge nach oben geöffnet hatte. Das Noviziat
Dieses Bild führt den Betrachter bereits in das Jahr 1113. Bernhard ist schon als Mönch von Cîteaux eingekleidet. Er weist zum Himmel, wo Aleth ihre linke Hand segnend erhebt: “Ich sehe meine Mutter!” sagte er nach Vita I, c. 3, nr.10. Der alte Tescelin warnt mit einem Abwehrgestus die ritterlich gewappnete Sippe vor übereilten Schritten. Der Knabe Nivard, das siebte Kind der Familie, wird von seiner Schwester Humbeline (+1130) geführt, die sich bis zu seinem Klostereintritt nicht vermählte. Er verhehlt nicht seine jugendliche Begeisterung für den Klosterstand seiner Brüder. Er wird auf später vertröstet, da damals Kinder nicht mehr als “Oblaten” in den Klöstern aufgenommen werden durften. Ein Gewappneter in Harnisch und ein älterer “Zivilist” finden sich bereit, dem Werben Bernhards zu folgen. Im Hintergrund sieht man zwei Frauen, offensichtlich Gattinnen der monastischen Kandidaten. Sie müssen einwilligen und können auch im Frauenkonvent Le Tart bei Cîteaux den monastischen Neigungen ihrer Gatten folgen. Das Noviziat