Die Klosterkirche

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„Die Klosterkirche“


Die Klosterkirche
Die Klosterkirche
“Bernhard feiert die Hl. Messe” mit Hilfe eines Akolythen mit Leuchte, in Gegenwart eines knieenden höheren Prälaten: Dieser könnte ein Bischof sein. Dazu kommen auf dem linken Bildrand ein weißer (reformierter) und ein Purpurn gekleideter Kanoniker. Unter den vier Autoren der alten Vita wird nicht selten die Zelebration Bernhards erwähnt. Von seiner Weise, die hl. Messe zu feiern, ging eine starke Wirkung vor allem auch bei Besessenheit aus. In diesem Bild ist der Textbezug schwer herzustellen. In diesem Motiv sollte wohl auch eine nicht unwichtige Kleinigkeit seiner Biographie festgehalten werden. Denn an der Stelle, wo der Biograph Wilhelm von Saint-Thierry die Abtweihe Bernhards durch seinen Freund, Wilhelm von Champeaux, den Bischof von Châlons-sur-Marne, behandelte, mußte man die sakramentale Priesterweihe als Selbstverständlichkeit interpolieren. Die Klosterkirche
Kreuzzugspredigt. Bernhard wurde 1148 von Papst Eugen III. aufgefordert, einen neuen Kreuzzug zu predigen, der ursprünglich nur für die französische Ritterschaft gedacht war. Das Bild aus der Altomonte-Schule könnte die Szene Ostern 1146 in Vezelay wiedergeben. Unter den vier adeligen Herren findet sich auch ein fiktiver Gralsritter, möglicher Weise auch zwei mit einer gestickten Taube an der ritterlichen Tunika. Im Hintergrund findet sich als Gemälde im Gemälde, wie der knieende Bernhard Papst Eugen III. in Gegenwart von vier Kardinälen eine Schrift überreicht, wahrscheinlich die fünf “Bücher über die Besinnung”, den berühmten päpstlichen “Fürstenspiegel” mit etwas anachronistischer Zeitverschiebung (1152/1153). In dieser bedeutenden Schrift kommt auch der erfolglose Kreuzzug zur Sprache. Die Klosterkirche