Die Abtei

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„Die Abtei“


Die Abtei
Die Abtei
Nach schon zwei Jahren (1115) schickt Abt Stephan Harding Bernhard zur Gründung der dritten Tochterabtei von Cîteaux in Burgund aus. Es war dies Clairvaux in der Diözese Langres in der Grafschaft Champagne. Das Symbol der äbtlichen Gewalt, der Hirtenstab, wird bei Altomonte, von einem jugendlichen Mönch im Proszenium bereit gehalten. Im Hintergrund wartet offensichtlich ein Mönch auf das Ende der Zeremonie, indem er schon die neue, mit einem Dachreiter ausgestattete Zisterzienserkirche mit seinem innerem Auge schaut. Die Abtei
“Der hl. Bernhard in der Betrachtung”, immer noch von Bartolomeo Altomonte, zeigt den Heiligen mit einem aufgeschlagenen Folianten, im Hintergrund gleichzeitig zwei* Zisterziensermönche bei schwerer Erntearbeit mit Sicheln in den Händen. Es dürfte dabei primär kein Einzelereignis wiedergegeben sein, sondern ein häufig belegter Topos der Anthropologie und Spiritualität Bernhards: Der Mönch müsse sich auszeichnen durch labor manuum, lectio divina, und das officium divinum: “Bete und arbeite”, wie wir es heute als Formel gerne der Benediktusregel unterstellen. Actio et contemplatio, Marta und Maria, Lea und Rachel sind immer wieder verwendete Begriffspaare bzw. Allegoresen in Bernhards Schriften. Es scheint nicht unwahrscheinlich, daß der Maler diese zwei unterschiedlichen Aspekte des Mönchslebens versinnbilden wollte. Die Abtei