Das Refektorium

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„Das Refektorium“
Speisesaal – Raum des täglichen Mahles


Das Refektorium
Das Refektorium
Der Heilige kniet mit einem am Boden liegenden Hirtenstab vor dem Zisterzienserpapst Eugen III. Das vom Papst überreichte Dokument enthält ein Exemtionsprivileg für den Zisterzienserorden. Der Künstler verwendet die altlateinische, nicht die kanonistische Form des Begriffs “Exemption”. Durch dieses Privileg sollte der junge Orden nicht mehr unter der Jurisdiktion der Ortsbischöfe stehen, sondern direkt dem Heiligen Stuhl unterstellt werden. Da sich Bernhard im Brieftraktat Ep 42 entschieden gegen dieses Privileg ausspricht, spiegelt der Bildinhalt nur eine spätere Rechtsentwicklung und darf in diesem Zusammenhang als anachronistisch bezeichnet werden. Anachronistisch ist auch die Darstellung, daß der Papst schon vor dem 13./14. Jahrhundert die dreifache Krone (nämlich die “Tiara” trägt). Das Refektorium
Die Marienvision Bernhards, die erst später in bildender Kunst und Legende vorkommt, zählt als “Praesentatio” zu den vier “mystischen” Erlebnissen Bernhards, die als “präternatural” anzusehen sind, zusammen mit “Doctrina, Lactatio” und “Amplexus”. Maria erscheint als Königin mit Krone, Szepter und Kind, begleitet von drei Engeln. Das Ereignis wird von zwei Mönchen bezeugt. Die beiden von Engeln getragenen Spruchbänder enthalten Gruß und Erwiderung: “Ave, Maria/ Salve, Bernarde.” Das Refektorium