Die Bibliothek

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„Die Bibliothek“


Die Bibliothek
Die Bibliothek
Ähnlich war wohl auch das nächste Bild mit dem knieenden Bernhard vor dem Tabernakel eigentlich als sinnbildliche Gegenüberstellung von dem betrachtenden Gebet der lectio divina, repräsentiert durch den lesenden und schreibenden Mönch in einer bescheidenen Bibliothek im Hintergrund, und die eucharistische Anbetung des Heiligen vor dem Tabernakel. Dabei hätte sich der Künstler einen entschuldbaren Anachronismus geleistet, weil man in mittelalterlichen Kirchenarchitekturen zwar das Sakramentenhäuschen, nicht aber den Altartabernakel kannte. Das Altarbild zeigt den Jesusknaben umringt von neun Engeln. Dieses Motiv unterstützt auch die Anbetung vor dem Allerheiligsten. Wenn die Engelchöre dem “Jesulein” huldigen, umso mehr geziemt Analoges dem Betenden vor der Eucharistie. Die Bibliothek
Die Umarmung des Gekreuzigten, der amplexus, gehört neben lactatio, apparitio und doctrina zu den vier im Exordium magnum und in den Legenden überlieferten Topoi mystischer Erlebnisse Bernhards . Sie sind erst ab dem 13. Jahrhundert nachweisbar. Sie sind weder in den Schriften Bernhards noch in den ersten Viten berichtet. Die Bibliothek